Vollmacht schreiben

Vertrauen. Ein Wort, dass zwischenmenschliche Beziehungen beschreibt. Das Schreiben einer Vollmacht bedarf auch Vertrauen. Es bedarf deswegen Vertrauen zu jemand anderen, weil man mit der geschriebenen Vollmacht einen gewissen möglichen Handlungsspielraum hat. Gerade wenn es um kompliziertere Formen der Vollmacht wie einer Generalvollmacht oder einer Patientenvollmacht geht, ist Vertrauen gegenüber dem Vollmachtnehmer notwendig. Wenn man sich dazu entschließt, jemanden seine Vollmacht im Rahmen einer bestimmten Absicht oder eines bestimmten Ergeignisses auszustellen, muss man im Vorfeld im klaren sein, was genau in diesem Dokukment geregelt werden soll.

Nicht alles besitzt die gleichen Befugnisse und dementsprechend muss im Vorfeld sondiert werden, welche Rechte für die jeweilige Situation dem Nehmer der Vollmacht eingeräumt werden und welche nicht. Eine General- oder Patientenvollmacht ist weitaus umfangreicher und weitreichender als eine gewöhnlich ausgestellte Vollmacht, bei der man, als Beispiel genommen, einen Geldbetrag bei der Bank abholen kann, weil man im Auftrag des Vollmachtgebers agiert. Es gibt zwar unterschiedlichen Vollmacht-Arten, aber diese sind sich im Grundkern und Aufbau ähnlich. Es gibt zwar keine gesetzlichen Vorschriften, bezüglich des Aufbaues einer Vollmacht, dadurch wird die Vollmacht auch formloses Schreiben gennant. Damit eine Vollmacht rechtlich wirksam und selbst im Zweifelsfall anerkannt wird, sind einige Angaben wichtig.

Wer der Vollmachtnehmer und wer der Vollmachtgeber ist, welche Rechte dem Nehmer der Vollmacht eingeräumt werden und wie lange diese Vollmacht Bestand besitzt. Dies sind alles notwendige Angaben, um eine rechtlich wirksame Vollmacht ausstellen zu können. Die Unterschriften beider Partein sind von Nöten. Ein gutes Muster, um auch vom Aufbau eine effziente Vollmacht schreiben zu können, ist der Geschäftsbrief. Aufgrund des festen Aufbaus, sind Absender, Empfänger, Datum, sowie Betreff bereits enthalten und müssen nur noch, dem vorliegenden Fall entsprechend, abgeändert werden.

Der Inhaltstext der Vollmacht lässt sich dann leicht formulieren. Wichtig ist es, dass Vollmachtnehmer, sowie Geber der Vollmacht, explizit mit Name und Wohnort gennant und niedergeschrieben werden müssen. Somit ist dann ersichtlich, wer welcher Person bestimmte Befugnisse ausstellt und in welchem Auftrag Handlungen rechtskräftig ausführen darf. Einen Brief zu empfangen, ist leider nicht alleine eindeutig genug, um als Vollmachtnehmer im Zweifelsfall eindeutig und rechtskräftig legitimiert zu werden. Auch das Auflisten, welche Rechte an den Nehmer der Vollmacht gegeben werden, ist sinnvoll, da sonst nicht geregelt ist, welche Handlungsbefugnisse erteilt werden.

Das Eingrenzen der Vollmachtsgültigkeit ist auch ein Thema, über welches nachgedacht werden sollte. Bei komplizierteren Vollmachtformen ist eine zeitliche Begrenzung schwerwiegender, als eine gewöhnliche Vollmacht. In der Regel sind Vollmachten im Alltag nicht befristet ausgestellt, denn gerade das Abheben von Geld für einen kranken Verwandten, oder ähnliche Vorgänge, sind in der Regel mehr als nur einmalig der Fall. Daher macht es Sinn, über den Sachverhalt, mitsamt den nötigen Bestandteilen der Vollmacht, im Vorfeld der Ausstellung nachzudenken. Eine Vollmacht ist nach Überschreiten des Zeitraums nicht mehr rechtskräftig.